Die Kramski Deutsche Golf Liga startet in die Saison

Zum Saisonstart der 1. Bundesliga treffen sich die Herren der Nordstaffel beim Marienburger GC auf der schmucken 9-Loch-Anlage im Kölner Süden.
Nachdem das fast undenkbare Geschehen ist und der Rekordmeister Hamburger GC den bitteren Gang in die 2. Bundesliga antreten musste, konzentriert sich das Spielgeschehen auf die Rheinschiene von Köln bis Düsseldorf. In der Liga der kurzen Wege trennen den Aufsteiger 2018 und den Aufsteiger 2017 nur rund 50 Kilometer. Noch ein paar Kilometer näher am Marienburger GC hat der GC Hubbelrath seine Heimat. Vom GC Hubbelrath bis zum GC Hösel sind es gar nur zehn Kilometer.

Nicht nur räumlich gesehen könnte es eine ganz enge Saison werden. Sportlich wird es im Norden wohl wieder hoch hergehen, denn das Personalkarussell hat sich kräftig gedreht. Aus der 2. Liga füllt mit dem Marienburger GC ein Verein die Lücke, die Falkenstein hinterlässt, sportlich stark und ambitioniert auf. Da auch die anderen Clubs teils sehr namhafte Neuzugänge präsentieren, sind unmittelbar vor dem Saisonauftakt auch nicht ansatzweise Favoriten für die Plätze beim Final Four auszumachen. Auch im Abstiegskampf dürfte es überaus spannend werden.
Diese brisante Konstellation wird die Mannschaften ständig unter Druck setzen und gegenseitig zu immer besseren Leistung anstacheln. Zuschauer dürfen sich auf emotionale Momente und hochklassiges Golf freuen.

Marienburger GC
Nach dem Abstieg des Hamburger GC ist mit dem Marienburger GC ein Club wieder in der ersten Spielklasse angekommen, der seit 1953 im Kölner Süden für Leistungssport auf höherem Niveau steht. In der Relegation haben sich die Kölner gegen den Berliner GC Stolper Heide durchgesetzt und werden als Aufsteiger den Versuch starten, in der 1. Bundesliga zu bleiben. „Höhere Ziele hat man in Köln immer. Von der Championsleague träumen wir, auch wenn wir meist keine Chance haben, diese zu erreichen. In Köln sterben die Träume zuletzt und so träumen wir mit einem Augenzwinkern auch von Hamburg und dem Final Four“, hat MGC-Coach Peer Sengelhoff durchaus vor Augen, was der GC Hösel 2018 als Aufsteiger geschafft hat. Der Club hat sich für die 1. Bundesliga in der Breite und mit Perspektive verstärkt. Jannick Totenhöfer und Fabio Schmitz (beide Kölner GC) sowie Ben Marckmann und Tom Westenberger (beide Bergisch Land) sind nach Marienburg gewechselt. Abgänge gibt es keine, aber einige Spieler werden teils wegen Abitur, teils wegen anderer Aufgaben nicht voll zur Verfügung stehen. „Wir haben mit unserem Zugpferd Nick Bachem eine richtig schöne Mannschaft beisammen. Nick muss sich aber auch auf seine Einzelkarriere konzentrieren, wir hoffen aber, dass er trotzdem häufig für uns spielen kann“, strahlte der Coach Zuversicht aus. Die Marienburger starten gleich mit ihrem Heimspieltag in das Abenteuer 1. Bundesliga. „Wir freuen uns, die Mannschaften zu begrüßen und auch der Platz sollte bis zum Start in die DGL Saison ganz gut in Schuss sein“, ist in Köln schon ein Kribbeln der Vorfreude zu spüren.

Das Team des Marienburger GC in Feierlaune nach dem Aufstieg in die 1. Bundesliga

GC Hösel
Der GC Hösel hat nach seinem Aufstieg im Vorjahr das Kunststück vollbracht, die Nordmeisterschaft einzufahren und im Final Four die Bronzemedaille zu gewinnen. Trotz dieses Erfolges bleiben die Rheinländer auf dem Boden und formulieren auch für die neue Saison wieder sehr zurückhaltende Ziele: der Klassenerhalt soll es schon sein. Mit dieser Taktik, den Klassenerhalt als einziges Ziel zu formulieren, ist das Team um Coach Christian Niesing 2018 bestens gefahren, aber natürlich sind die Erwartungen an das Team nicht kleiner geworden, zumal der GC Hösel keine Abgänge zu verzeichnen hat, das Team aber durchaus namhaft verstärken konnte: Tim Tillmanns vom Kölner GC und Marcel Zillekens vom Niederrheinischen GC Duisburg sind beide mehr als nur Ergänzungsspieler. Tillmanns ist als junger und talentierter Spieler immer für einen richtig tiefen Score gut und Routinier Marcel Zillekens dürfte eine Bank für solide Runden sein. „Es ist gut, dass der Kader gross genug ist, da nicht immer alle Spieler zur Verfügung stehen. Den Winter haben wir mit ähnlichen Trainingsinhalten gestaltet wie letztes Jahr“, berichtet Christian Niesing von der Vorbereitung. Vier Tage Trainingslager in Spanien gehörten auch zum Programm.

Am dritten Spieltag (22. und 23. Juni) treffen sich die Herren der Nordstaffel auf der 36-Loch-Anlage des GC Hösel.

Nach dem sensationellen 3. Platz beim Final Four im letzten Jahr, geht das Team des GC Hösel gut vorbereitet in die neue Saison

GC Hubbelrath
Der Serienmeister der KRAMSKI Deutschen Golf Liga hat sich nach dem verpassten Final Four 2018 einmal kräftig geschüttelt und startet einen neuen Angriff auf höchste Weihen des deutschen Mannschaftsgolfsports. „Wie schon in den letzten Jahren wollen wir mit guten Leistungen das Final Four erreichen“, gibt Roland Becker das für Hubbelrath typische Saisonziel an. Im vergangenen Herbst wurde die wenig erfolgreiche Saison aufgearbeitet und anschließend das Training für 2019 aufgenommen. Mit 14 Mann war Trainer Roland Becker auch in Costa Ballena im Trainingslager. Neu im Team sind mit David Li, Christian Hellwig, Christopher Liedke, Philip Heller, Johannes Lube und Benedikt Kramer gleich ein ganzer Schwung der starken Athleten, die beim Kölner GC ihre sportliche Heimat verloren hatten. Leon Heitz kommt vom GC Münster-Tinnen in den Düsseldorfer Osten. Nicht mehr im Kader des GC Hubberath sind Philipp Kaymer, der in seiner neuen Heimat für den Münchener GC spielen wird und Sebastian Jakopp, der zum GLC Köln-Refrath zurückkehrt.

Heimrecht genießt der GC Hubbelrath am vierten Spieltag, also am 20. und 21. Juli.

In diesem Jahr wollen die Herren des GC Hubbelrath wieder angreifen und peilen als Saisonziel das Final Four an.

Das Final Four will auch die Damenmannschaft des GC Hubbelrath erreichen.

Die Einschätzung, dass seine „Mädels“ in diesem Jahr besseres Golf spielen als zuletzt, fand Chris Webers, Trainer des Damenteams bereits im Trainingslager im Arcos Gardens Sol Rent Golf in der Nähe von Jerez de la Frontera bestätigt. „Die Anlage war sehr leer. Wir konnten uns nach Herzenslust austoben. Wir haben jeden Morgen um 8.30 Uhr abgeschlagen, und viel für unser Vierer getan. Nachmittags haben wir nochmal drei Stunden an der Technik gearbeitet und anschließend sind wir noch gelaufen und in den Kraftraum gegangen, um die Fitness und die Athletik zu verbessern. Und das sieben Tage hintereinander“, so Webers. „Alle Spielerinnen haben sich im Laufe der Woche gesteigert.“

So ist Webers optimistisch, in diesem Jahr die Meisterschaftsendrunde zu erreichen, obwohl er keine Ahnung hat, ob und wenn ja mit wem sich die anderen Teams verstärkt haben. „Nirgendwo ist etwas veröffentlicht“, bedauert der Golflehrer. „Aber wir müssen ja sowieso auf unsere eigene Stärke vertrauen. Was die anderen machen, darauf haben wir keinen Einfluss.“ Webers rechnet jedenfalls damit, dass Patricia-Fabienne und Christina-Theresa Schmitz sowie Vivian und Samantha Krug, Asta Birna Magnusdottir, Sophie Witt, Merle Kasperek, Lena Ivens, Katharina Rzepucha-Hlubek und Denise Kalek stark genug sind, um den GC Hamburg-Walddörfer, Berliner GC Gatow und den G&LC Berlin-Wannsee hinter sich zu lassen. Den amtierenden Meister Hamburger GC vom Spitzenplatz im Norden zu verdrängen, ist für die Final Four-Qualifikation gar nicht nötig.

Dieses Jahr geht es für das Damenteam zweimal nach Berlin und zweimal nach Hamburg…vielleicht auch dreimal zum Final Four !

Text: Stefan Bluemer

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