Wieder IAM-Meister: Martin Birkholz, diesmal Zweite: Susanne Lichtenberg

Mit der erfolgreichen Titelverteidigung von Martin Birkholz (GSV Düsseldorf) gingen im GC Hubbelrath die Internationalen Amateurmeisterschaften von Deutschland der AK 50 zu Ende. Bei den Damen schaffte es die letztmalige Siegerin Susanne Lichtenberg vom Krefelder GC nicht ganz, ihren Titel erfolgreich zu verteidigen – nach einer selbst hervorragenden Schlussrunde von nur 76 Schlägen auf dem hügeligen Par 72-Kurs und einer reichlich verkorksten ihrer Kontrahentin Anja Lundberg (84/GC Neuhof) war es am Ende lediglich nur ein Schlag mehr auf der Scorekarte, aber über den Vizemeister-Titel freute sich die Krefelderin gleichfalls sehr.

Insgesamt 76 Senioren und 44 Seniorinnen waren bei den vom GC Hubbelrath bestens organisierten Turnier an die Abschläge gegangen. Martin Birkholz lag nach Runde 1 hinter dem Österreicher Karl Bauer noch in Lauerstellung auf Platz 3, doch in Runde zwei gelang dem nationalen und internationalen Seriensieger mit der „66“ das weitaus beste Ergebnis mit u.a. einem Eagle und fünf Birdies, mit der er sich an die Spitze des Feldes schob.

In Runde 3 ließ der amtierende Europameister nichts mehr anbrennen, kam mit einer Par 72-Runde vom Platz und verteidigte damit Vorsprung und Titel erfolgreich mit insgesamt 209 (71+66+72) Schlägen. Auf Platz zwei landete Stefan Sachs vom GC Kassel-Wilhelmshöhe (216/71+74+71) schlaggleich mit dem spielstarken Präsidenten des Golfverbandes Nordrhein-Westfalen, Ekkehart H. Schieffer, vom Bochumer GC (71+74+71). Knapp am Treppchen vorbei schlidderte Marco Wohlwend vom GSV Düsseldorf mit 218 (70+75+73) Schlägen, Fünfter wurde als bester ausländischer Spieler Karl Bauer aus Österreich mit 219 (68+80+71) Schlägen.

Im Gespräch mit Christopher Tiess von golf.de meinte Martin Birkholz nach dem Turnier: „Der Platz spielte sich über den Turnierverlauf hinweg sehr unterschiedlich. Erst weich und kaum mit Roll. Dann nahm der Roll kontinuierlich zu, und dadurch wurde der Platz dann schwerer. Am zweiten Turniertag eine 66 zu spielen und am Ende hier zu gewinnen, ist für mich aber nicht nur deswegen etwas Besonderes, sondern auch aufgrund des Anlasses, der starken Konkurrenz und der Historie der Anlage.“

Bei den Damen gab es zwar einen „Start-Ziel-Sieg“ von Anja Lundberg, doch der Erfolg hing letztlich noch am seidenen Faden. Mit einem Vorsprung von gleich sieben Schlägen auf die erste Verfolgerin Dr. Ines van der Schalk vom GC Hamburg-Walddörfer war sie auf die Schlussrunde gegangen, doch da sie nicht ihren besten Tag erwischt hatte, hatte sie nach elf Löchern bereits fünf Bogeys auf ihrer Scorekarte. Dann auf der „14“ und der „15“ gleich zwei Doppel-Bogeys, so dass der Vorsprung auf die bestens gelaunte und spielerisch überzeugende Susanne Lichtenberg, die als Gesamt-Vierte gestartet war und eine „76“ notierte, schmolz und vor der „18“ nur noch vier Schläge betrug. Es wurde spannend, doch ein „Triple-Bogey“ reichte gerade noch, um mit einem Schlag Vorsprung das Turnier erfolgreich als Siegerin zu beenden. Am Ende waren es insgesamt 237 (73+80+84) Schläge, Platz 2 ging an Susanne Lichtenberg (238/81+81+76), Dritte wurden Dr. Ines van der Schalk und Stefanie Kiefer vom G&LC Kronberg mit je mit 241 Schlägen.

Auf Platz 5 kam Caroline Effert (Aachener GC von 1927) mit 242 (79+83+80) ins Clubhaus, Siebte wurde die Vize-Europameisterin Alexandra Kölker vom GC Bergisch Land Wuppertal mit 245 (81+88+76) Schlägen.

Und doch wurde es bei den Damen noch einmal richtig kniffelig – und die Spannung an der allerletzten Spielbahn war beinahe elektrisierend. Aber von vorn: Lundberg, die mit einer komfortablen Sieben-Schläge-Führung in die letzte Turnierrunde startete, hatte nicht den Zwang, auf Risiko zu spielen. Ganz anders lag es bei ihren Verfolgerinnen. Am Ende war es ausgerechnet die Titelverteidigerin Susanne Lichtenberg (Krefelder GC), die sich aufmachte, Anja Lundberg den Start-Ziel-Sieg doch noch streitig zu machen.

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