Nina Birken wieder Vize-Europameisterin der Damen AK 30

Auch international erfolgreich: Nina Birken gewinnt Silber bei der Europameisterschaft der Damen AK 30

Großer Erfolg von Nina Birken vom GC Hösel, denn bei den Europameisterschaften der AK 30 gewann sie erneut die Silbermedaille und wiederholte damit ihre Vize-Europameisterschaft vom letzten Jahr bei der AK 30-Premiere im finnischen St. Laurence Golf.

Austragungssort war diesmal der Schweizer Golf Club du Domain Impérial, am Ufer des Genfer Sees gelegen, der sich bei einem sportlich starken und sonnenreichen Turnier mit einem sensationellen Platzzustand und schwer gesteckten Fahnenpositionen präsentierte. An den Tagen vor dem Turnier hatte es ausreichend geregnet, so dass die Fairways zunächst sehr nass waren, aber im Laufe der Woche wurde alles bestens.

Auf dem Siegertreppchen sah es bei den Damen am Ende schon fast nach einer Neuauflage der Vorjahres-Ergebnisse aus, auch wenn die Resultate dieses Mal erst nach einem Vierer-Stechen feststanden. Die amtierende Europameisterin Myrte Eikenaar  aus den Niederlanden siegte nach einem Play-Off vor der amtierenden Vize-Europameisterin Nina Birken (GC Hösel). Auf dem dritten Platz stand auch in diesem Jahr wieder eine Spielerin aus Frankreich: nach Amadine Vincent im Vorjahr holte nun Hélène Malvy die Bronzemedaille.

Vier Spielerinnen standen am Ende der der drei Runden schlaggleich bei 227 Schlägen (+11) an der Spitze des erlesenen Feldes, darunter auch Katharina Brackschulze (geborene Schallenberg) vom GC Rhein-Sieg, die als Führende in den Finaltag ging. Erst mit einem Bogey am 18. Grün verlor sie die Führung und lieferte die Grundlage für das Stechen.

Über das play-off-Procedere Nina Birken: „Wir waren nach dem Ende der dritten Runde also mit vier Spielerinnen schlaggleich, dies bedeutete ein Stechen. Allerdings wurde in diesem Stechen nur der EM-Titel ausgespielt, die Platzierungen 2 bis 4 wurden nach Kartenstechen entschieden. Am zweiten Extra-Loch lag mein Drive nicht optimal, den zweiten Schlag konnte ich noch gut ablegen, aber beim dritten war zuviel Adrenalin im Spiel, so dass der Ball hinter dem Loch landete und ich das Bogey kassierte. Auch Kiki Brackschulze schob den Par-Putt vorbei, somit war die Entscheidung zugunsten der Holländerin gefallen. Da ich aber mit meiner 74 die beste letzte Runde hatte, war das Glück auf meiner Seite, und das bedeutete erneut Silber. Für Kiki Brackschulze war dies sehr unglücklich, sie hatte doch am Ende genauso viele Schläge wie die Französin und ich, nur eben mit der 78 die schwächste Schlussrunde. Wenn Sie mich fragen, hätten alle drei im Stechen unterlegenen Spielerinnen Silber verdient, wie es beim DGV bei der deutschen Meisterschaft auch gehandhabt wird. Aber die EGA-Ausschreibung sieht dies leider nicht vor.“

Und Nina Birken weiter: „Ich bin letztlich mit meiner Leistung natürlich sehr zufrieden, aber aufgrund einer Schulterverletzung habe ich wirklich nicht mit einem so guten Endergebnis gerechnet. Der Platz spielte sich vom blauen Tee sehr lang, das haben alle Spielerinnen hier gesagt. Aber so oder so: es hat viel Freude gemacht, hier zu spielen!“

Für die Spitzenspielerin des GC Hösel ist nach diesem Erfolg die Saison 2020 beendet. „Meine Verletzung an der Schulter muss in zwei Wochen operativ behandelt werden“, so Nina Birken, „deshalb werde ich eine längere Zeit pausieren und erst im November wieder mit dem Training beginnen können!“

Platz 10 für Marcel Zillekens vom GC Hösel (Fotos EGA Golf)

Mit einem großen Aufgebot war der GC Hösel in der Schweiz vertreten, darunter auch der Vorjahres-Vierte Marcel Zillekens. Diesmal musste er sich mit dem geteilten 10. Platz zufrieden geben, weil er seine Schlussrunde mit 75 Schlägen beendete und dadurch mindestens drei Ränge nach unten abrutschte – insgesamt wurden es 216 Schläge. Auch auf Platz 10 landete sein Clubkamerad Christopher Huvermann, der sich dank einer starken 70-er Schlussrunde noch in die Top-Ten spielen konnte. Martin Ellsiepen vom Marienburger GC kam mit insgesamt 222 Schlägen auf Platz 24. Ulrich Max Holschbach (GC Hösel) belegte mit insgesamt 226 Schlägen Rang 31.

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