Nick Bachem deutscher Lochspielmeister

Deutsche Lochspielmeister 2018: Paula Kirner und Nick Bachem (Fotos: Stefan Blümer)

Nick Bachem vom Marienburger GC holte sich bei den deutschen Lochspielmeisterschaften im Frankfurter GC erstmals den Titel, im Finale bezwang der Kölner den Frankfurter Lokalmatador Lukas Buller mit 4&3. Platz 3 ging an Timo Vahlenkamp vom Berliner GC Stolpher Heide, er setzte sich mit 4&2 gegen Anton Albers vom Hamburger L&GC Hittfeld durch.

Bei den Damen verteidigte Paula Kirner ihren Vorjahreserfolg, im Endspiel besiegte die Spielerin des Kiawah GC Riedstadt Celina Sattelkau vom GC St. Leon Rot mit 4&3. Die Bronzemedaille ging an Maike Schlender (Hamburger GC Falkenstein), sie gewann in einem hochspannenden Match erst auf dem zweiten Extra-Loch gegen Merle Kasperek vom GC Hubbelrath.

Das Finalmatch der Herren zwischen Nick Bachem und dem Frankfurter Lukas Buller entwickelte sich zu einem echten Hingucker, denn beide Kontrahenten setzten sich gegenseitig immer wieder mit famosen Schlägen unter Druck. Der Marienburger ging dabei früh in Führung, konnte sich aber zunächst noch nicht entscheidend absetzen. Gegen Mitte der Runde war das Spiel des Sportsoldaten aber so zwingend, dass er Loch für Loch gewann und nach 13 Löchern mit 5 auf in Front lag. Auf Bahn 14 unterlief Nick Bachem aus guter Lage ein Socket, so dass der Frankurter Youngster noch einmal verkürzen konnte. Der Vorsprung des 18-Jährigen, der im GC Schloss Auel seine ersten Golfschwünge gemacht hat, war aber da schon zu groß. Lukas Buller konnte das Blatt nicht mehr drehen, denn auf Bahn 15 waren die Schläge des neuen Champions wieder sicher. Nick Bachem machte die Tür für seinen Kontrahenten nicht mehr auf und durfte auf dem 15. Grün jubeln.

In Aktion: Nick Bachem

Nach einem Titel als Deutscher Jugendmeister der U16 ist dies für Nick Bachem der erste Meistertitel bei den „Großen“. „Nick ist ein Spieler, der Lust hat und auch keine Angst davor hat, zu gewinnen. Der zieht sein Spiel durch, das hat er heute vom ersten Schlag an gezeigt und damit Lukas Buller auch keine Chance gegeben, zu reagieren. Ich traue Nick noch viel zu. Er soll aber Raum bekommen, sich zu entwickeln. Er muss weiter Gas geben und dann hat er die Möglichkeiten, viel zu erreichen, aber er muss noch viel dafür tun“, war Peer Sengelhoff, Heimtrainer des Marienburgers, sehr vom Auftritt seines Schützlings angetan.

Nick Bachem selbst strahlte nach dem Gewinn seines ersten großen Titels über das ganze Gesicht: „Dieser Titel bedeutet mir einiges. So früh in der Saison zu gewinnen, nimmt einem ein bisschen den Druck für das Jahr. Die nächsten Turniere kann man befreiter spielen, und das ist für diese Saison ein guter Start gewesen. Gegen Lukas Buller hier in seinem Heimatclub zu spielen, war super cool, weil so viele Leute mitgegangen sind. Das hat alles sehr viel Spaß gemacht und das war ein tolles Match. Ich bin mit einem guten Gefühl in das Match gegangen, auch wenn ich vorher noch nie gegen Lukas gespielt hatte. Ich habe die letzten Tage aber schon extrem gut gespielt und habe mir daher schon gedacht, dass es heute etwas werden kann, wenn ich genau so durchziehe. Ich bin gut in das Match rein gekommen und habe früh vier Birdies in Folge gemacht.“

Merle Kasperek (l), knapp im Spiel um Platz 3 gescheitert an Maike Schlender

Text und Fotos Stefan Blümer

 

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