GC Stuttgart Solitude ist Meister, Silber für den GC Hubbelrath, Bronze wieder für den GC Hösel

Jubel nach dem Einzug ins Finale, aber hier war nach der Niederlage gegen den GC Stuttgart Solitude die Freude beim GC Hubbelrath nicht mehr ganz so groß (alle Fotos DGV/stebl)

Zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte wurde der GC Stuttgart Solitude deutscher Mannschaftsmeister. Bei der Final Four-Veranstaltung auf Gut Kaden in Alvesloe nördlich von Hamburg setzten sich die Schwaben im Endspiel recht deutlich mit 8:4 gegen den GC Hubbelrath durch, der sich nach einjähriger Abwesenheit zwar wieder für Abschlussveranstaltung der Kramski Deutsche Golf Liga (DGL) qualifizieren konnte, aber nicht den erhofften Titel mit in die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt bringen konnte. Das Team von Trainer Roland Becker hatte sich im Halbfinale mit 6,5:5,5 gegen den Vorjahressieger GC Mannheim-Viernheim durchgesetzt.

Wie schon im letzten Jahr, als der GC Hösel als Erstliga-Aufsteiger gleich auf dem dritten Platz landete, ging auch in diesem Jahr wieder die Bronzemedaille an die Mannen um Trainer Christian Niesing und Kapitän Markus Eirund. Im Halbfinale gab es eine 5,0:7,0-Niederlage gegen den Süd-Ersten GC Stuttgart-Solitude, doch im Spiel um Platz drei setzte sich das Düsseldorfer Vorstadt-Team nach dramatischen Spielverlauf und einem 6,0:6,0-Gleichstand nach den Viereren und den Einzeln „in der Verlängerung“ mit 2:1 gegen den GC Mannheim-Viernheim durch.

War letztlich doch nicht die ganz große Verstärkung – European Challenge-Tour-Spieler Nicolai von Dellingshausen

Nach dem Erfolg im Halbfinale gegen den GC Mannheim-Viernheim hatte der GC Hubbelrath mit einem Überraschungs-Coup aufgewartet und den Pro Nicolai von Dellingshausen aus Dänemark nach Alvesloe „einfliegen“ lassen. Dort hatte NvD mit Platz 5 auf der Challenge-Tour seine starke Form bewiesen, doch im Endspiel gegen den GC Stuttgart-Solitude konnte sich der Pro weder im Vierer an der Seite von David Li noch im Einzel entscheidend in Szene setzen.

Schon nach den Vierern lagen die Spieler des GC Hubbelrath mit 1,0:3,0 Punkten in Rückstand, und auch in den acht Einzeln folgte kein positiver Umschwung. Trotz der Final-Niederlage war Trainer Roland Becker mit den Leistungen seiner Mannschaft zufrieden: „Ja, natürlich hätten wir hier sehr gerne gewonnen, aber wir waren heute definitiv nicht gut genug, um Stuttgart zu schlagen. Wir hatten nicht unseren besten Tag, und dann reicht es nicht. Stuttgart hat die Südstaffel dominiert, hat die beste Saison gespielt und ist verdient Deutscher Mannschaftsmeister geworden. Ich bin froh, die Silbermedaille gewonnen zu haben, auch wenn es für mich fast ein neues Gefühl ist. Das hatten wir schon lange nicht mehr.“

Zwei Erfolgstrainer: Christian Niesing(l) vom GC Hösel und Peter Wolfenstetter vom neuen deutschen Meister GC Stuttgart Solitude

Mächtig stolz war man – zurecht – beim GC Hösel, der schon im Halbfinale gegen den Stuttgarter GC Solitude kurz vor einem Sieg stand, letztlich aber 5,0:7,0 verlor. Tags drauf im „kleinen Finale“ hieß einzig und allein die Parole: „Wir wollen eine Medaille!“ Und auf diesen Augenblick musste die Truppe um Christian Niesing lange warten, sehr lange sogar. Nach den Vierern (1,0:3,0) und den Einzeln (5,0;3,0) hieß es unentschieden 6,0:6,0, so dass ein Stechen die Entscheidung bringen musste. Christian Niesing hatte sich hier für die Nationalspieler Jonas Baumgarten (Jugend), Jannik de Bruyn (Herren) und für Nick Spillmann entschieden, und dieses Trio entschied das Match in der zweiten Verlängerung für sich. Großer Jubel nach dem entscheidenden Putt von Jannik de Bruyn, und Markus Eirund war schier aus dem Häuschen: „Ihr ward super Jungs, große Leistung, ich bin stolz auf Euch!“

Großer Jubel beim GC Hösel – wie im letzten Jahr Platz 3 beim Final Four

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