Hubbelraths Herren wieder deutscher Meister, keine Medaille für die Damen

Verständlich: großer Jubel bei den Herren des GC Hubbelrath nach dem erneuten Gewinn der deutschen Meisterschaft

Verständlich: großer Jubel bei den Herren des GC Hubbelrath nach dem erneuten Gewinn der deutschen Meisterschaft

Die Herren des GC Hubbelrath verteidigten beim Final Four im hessischen GC Lich ihren im letzten Jahr an gleicher Stelle errungenen deutschen Mannschaftsmeister-Titel und setzten sich im Endspiel 6,5:5,5 gegen den GC St. Leon-Rot durch. Platz 3 ging an den Hamburger GC, der sich mit 6,5:5,5 gegen den GC Mannheim-Viernheim, der im Halbfinale tags zuvor gegen den GC Hubbelrath mit 5,0:7,0 den Kürzeren gezogen hatte, durchsetzte.

Das Hubbelrather Damenteam indes kehrte ohne Medaillen zurück – nach der 3,5:5,5-Halbfinal-Niederlage gegen den GC am Reichswald aus Nürnberg verloren die jungen Damen auch das Spiel um Bronze mit 3,5:5,5 gegen den enttrohnten Titelverteidiger G&LC Berlin-Wannsee. Deutscher Meister wurde letztlich der GC St. Leon-Rot nach einem sicheren 6,5:2,5-Erfolg über den GC Am Reichswald Nürnberg.

Total happy war natürlich Meistertrainer Roland Becker: „Ich war heute Mittag schon sehr froh, dass die Vierer mit 2,0 : 2,0 ausgingen, denn da sah es zwischendurch nicht gut für uns aus. Dann sind wir in den Nachmittag nochmals nicht richtig gut gestartet. Zwischendurch hieß es sogar mal 8,0:4,0 gegen uns, dann 7,5:4,5 für uns und dann plötzlich wieder 7,5:4,5 gegen uns. Das war schon ziemlich krass. Aber als wir das dann im Griff hatten, dachte ich schon, dass das heute etwas werden kann. Den Titel verteidigen zu können, ist jedenfalls ein großartiges Gefühl, und wir werden das heute ohne Zweifel feiern!“

Punkt für Hubbelrath und gleich der erste Meistertitel für den Ex-Kölner Frederik Strünker

Punkt für Hubbelrath und gleich der erste Meistertitel für den Ex-Kölner Frederik Strünker

Im Halbfinale tags zuvor hieß es nach den Vierern gegen den GC Mannheim-Viernheim 2,5:1,5 für den Titelverteidiger von der Bergischen Landstraße, und in den acht Einzelmatches am Nachmittag konnte dieser knappe Vorsprung erfolgreich verteidigt werden. Julian Baumeister, „Oldie“ Christian Sommer, Niklas Jacobi und Luis Obiols sorgten mit ihren Siegen für die wertvollen Punkte, dazu kam das geteilte Match von Frederik Strünker gegen Marc Alexander Hammer, so dass der Einzug ins sonntägliche Finale gesichert war.

Hier führte dann recht schnell der GC St. Leon-Rot mit 2:0, weil Julian Baumeister/Nicolai von Dellingshausen und Marc Christopher Siebiera/Ferdinand Weber etwas zu früh ihre Matches abgeben mussten. Doch Frederik Strünker/Kenji Nakajima und Luis Obiols/Florian Schmiedel schafften mit ihren Erfolgen den so wertvollen 2,0:2,0-Ausgleich.

Während der Einzel am Nachmittag zeichnete sich während des Spielverlaufs durchaus ein 6,0:6,0-Gleichstand an, so dass man – letztlich viel zu voreilig – schon von einem möglichen Stechen sprach. Aber das Match entwickelte sich ganz anders: Als erstes Duell war das Match zwischen Florian Schmiedel (GC Hubbelrath) und Christian Schunck (GC St. Leon-Rot) entschieden. Der Punkt ging mit 3&2 an den Titelverteidiger aus Hubbelrath. Beinahe zeitgleich kam das Match zwischen Kenji Nakajima (GC Hubbelrath) und Martin Knötig (GC St. Leon-Rot) zu einem frühen Ende. Dieser Punkt ging mit einem deutlichen 6&4 an die Süddeutschen.

Ein lange gelochter Putt und dann noch ein Eagle auf der "18" - ein ganz wichtiger halber Punkt von Julian Baumeister

Ein lange gelochter Putt und dann noch ein Eagle auf der „18“ – ein ganz wichtiger halber Punkt von Julian Baumeister

Spannend ging es bei der Parie zwischen Alexander Matlari (GC St. Leon-Rot) und Julian Baumeister zu. Alexander Matlari lag zwei Bahnen vor Schluss noch „2 auf“. Julian Baumeister (GC Hubbelrath) entschied jedoch die vorletzte Bahn für sich und schnappte Alexander Matlari mit einem Eagle am letzten Loch einen wertvollen halben Punkt zum geteilten Match weg. Währenddessen entschied am vorletzten Loch Niklas Jacobi (GC Hubbelrath) sein Match gegen Steffen Harm (GC St. Leon-Rot) mit 3&1 für sich. Die darauf folgende Partie zwischen Frederik Strünker (GC Hubbelrath) und Maximilian Philipp Bögel (GC St. Leon-Rot) wurde ebenfalls an der „17“ entschieden. Und auch dieser Punkt ging an die Titelverteidiger vom GC Hubbelrath. Zeitgleich hatte auf der benachbarten „15“ der Hubbelrather Marc-Christopher Siebiera sein Match gegen den St. Leon-Roter Christopher Dammert mit 4&3 gewonnen. Das war die Entscheidung, das war der Sieg, das war die erfolgreiche Titelverteidigung für den GC Hubbelrath, so dass die beiden letzten noch offenen Partien beim Stand von jeweils „1 auf“ zugunsten des GC St. Leon-Rot beendet wurden.

Starke Leistung und ein verdienter Sieg für Marc-Christopher Siebiera

Starke Leistung und ein verdienter Sieg für Marc-Christopher Siebiera

Der Endstand im Duell um die Meisterschaft lautete also 6,5 : 5,5 für den GC Hubbelrath. Der Club aus Düsseldorf ist damit der erste, dem seit der Einführung des Final Four eine Titelverteidigung gelang.

Glückwünsche an das Team gab es natürlich en masse von den zahlreichen Hubbelrather Fans, die den Weg nach Lich angetreten hatten. Aber auch aus fernen Landen gab es Jubel. So postete aus den USA Maximilian Mehles, der in der DGL-Runde noch für wertvolle Punkte gesorgt hatte, wegen seines College-Studiums aber schon vor dem Final Four die Reise in die Staaten hatte antreten müssen. „Stolz ist kein Ausdruck, Jung’s. Ihr seid unfassbar!“ schrieb er via facebook nach Lich. Und auch Max Kieffer, im letzten Jahr mit wertvollen Siegen zur deutschen Meisterschaft beigetragen, meldete sich aus der Tschechei: „Was für eine geile Leistung Jung’s. Ihr seid überragend!“

Große Enttäuschung bei den Hubbelrather Damen und Trainer Christoph Herrmann

Große Enttäuschung bei den Hubbelrather Damen und Trainer Christoph Herrmann

Mit hängenden Köpfen und ohne Medaille reisten die Damen des GC Hubbelrath aus Lich zurück nach Düsseldorf. Die Meisterschafts-Träume der ohne Anna-Theresa Rottluff (USA) und Chiara Mertens (Pro-Turnier) angetretenen Düsseldorferinnen waren schon im Halbfinale jäh beendet worden, als es eine 3,5:5,5-Niederlage gegen den Final-Four-Neuling GC am Reichswald Nürnberg gab. Nach den Vierern hieß es noch unentschieden 2,0:2,0, doch in den sechs Einzeln dominierten die Fränkinnen mit vier Siegen, allein Jana Steinau (3&2 gegen Rebecca Thümmler) und Viviana Krug (4&3 gegen Monika Isabella Hartl) holten die beiden Einzelpunkte.

Ohne Medaille nach Hause gefahren: Hubbelraths Trainer Christoph Herrmann

Ohne Medaille nach Hause gefahren: Hubbelraths Trainer Christoph Herrmann (alle Fotos DGV Christopher Tiess und Stefan Blümer)

Dennoch gingen die jungen Damen aus Düsseldorf hoch motiviert in den Schlusstag, wollten sie doch genau wie im Vorjahr zumindest mit der Bronzemedaille nach Hause fahren. Doch trotz einer 2,5:0,5-Führung nach den Vierern gegen den am Vortag entthronten deutschen Meister G&LC Berlin-Wannsee reichte es nicht zum Sieg – allein Sophie Hausmann siegte in ihrem Match mit 3&1 gegen Hendrika Labsch, alle anderen Einzel gingen zum Teil deutlich verloren.

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