Fast schon eine Sensation: GC Hubbelraths Herren deutscher Mannschaftsmeister

Deutscher Mannschaftsmeister 2021: das Herrenteam des GC Hubbelrath (Foto: DGV/Tiess)

Das Herrenteam des GC Hubbelrath ist deutscher Mannschaftsmeister 2021. Nach einem atemberaubenden Halbfinal-Match gegen den GC St. Leon-Rot, das nach einem 6,0:6,0-Gleichstand nach Vierern und Einzeln erst im Dreier-Stechen am frühen Morgen des zweiten Tags entschieden wurde, setzte sich das Team von Trainer Roland Becker auch im nachfolgenden Endspiel gegen den Hamburger GC Falkenstein mit 7,5:4,5 durch und holte sich damit zum achten Mal den begehrten Sieger-Pokal. Eine fast sensationelle Leistung!

Platz 3 ging an den GC St. Leon-Rot nach einem deutlichen 8,5:3,5 gegen den GC Mannheim-Viernheim.

Bei den Damen verteidigte das Team vom G&LC Berlin-Wannsee seinen Vorjahreserfolg und setzte sich mit 5,5:3,5 gegen den Hamburger GC Falkenstein durch; Dritte wurden die Damen des GC St. Leon-Rot nach einem 5,0:4,0 gegen den GC München Valley.

Es war ein unglaubliches come back, das die Akteure des GC Hubbelrath im Halbfinale gegen den GC St. Leon-Rot hingelegt hatten. Scheinbar hoffnungslos im Rückstand, drehten die Düsseldorfer Vorstädter das Match mit Siegen in den drei letzten Matches, mit denen sie den Gleichstand und das Stechen am Sonntagmorgen erzwangen, noch zu ihren Gunsten. Hier siegte in aller Frühe Luis Obiols gegen Jiri Zuska nach zwei Spielbahnen, Johannes Lube hatte sein Match gegen Petr Hruby schon nach einer Bahn gewonnen. Also: Finale gegen den Hamburger GC Falkenstein, der sich gegen den GC Mannheim-Viernhein durchgesetzt hatte.

Im Endspiel startete der GC Hubbelrath in den Vierern zurückhaltend, lag in der Zwischenbilanz schnell 0,0:4,0 im Rückstand, beendete aber die Vormittagsrunde nach einer gewaltigen Steigerung mit einem optimistischen 2,0:2,0-Gleichstand.

Spannend ging es am Nachmittag auch in den acht Einzel-Matches zu. Kurz vor dem Ende führte Hamburg relativ sicher und hätte eigentlich auch die beiden letzten Begegnungen erfolgreich zum Abschluss bringen müssen. Doch da drehten die Hubbelrather wieder auf: Johannes Lube entschied die Partie an der „17“ gegen Philipp Westermann, und auch Luis Obiols holte seinen Punkt gegen Constantin Mons zum letztlichen Endstand von 7,5:4,5 zugunsten des GC Hubbelrath.

Für Punktgewinne in den Einzeln sorgten beim GC Hubbelrath: David Li, Tim Bombosch, Luis Obiols, Johannes Lube und Cedric Otten, mit einem halben Punkt kehrte Laurenz Meifels von seiner Runde zurück. Am Vormittag waren in den Vierern Luis Obiols und Tim Bombosch sowie Cedric Otten und Johannes Lube erfolgreich.

Jubel natürlich auch beim Meistertrainer Roland Becker (Foto: DGV/Tiess)

Im Gespräch mit der DGL bzw. dem DGV erklärte Roland Becker, Trainer des frisch gebackenen Deutschen Mannschaftsmeisters: „Es waren zwei extrem anstrengende und aufreibende Tage. Denn wir haben eigentlich die ganze Zeit hinten gelegen. Am Samstag gegen St. Leon-Rot hinten, hinten, hinten – und nur eine kleine Rest-Chance, die uns blieb. Und gegen Hamburg dann erneut der Rückstand in den Vierern. Den konnten wir zumindest wieder aufholen. Und dann so ab der Mitte des Nachmittag haben wir all square oder leicht vorne gelegen. Mir war klar: auf die Spieler, die führen, kann ich mich verlassen. Und das fühlte sich gut an.“

Der Hubbelrather Max Herter zog dieses Fazit: „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Wir reisen als Team an und sind auf dem Papier immer der Underdog. Wir wissen eigentlich selbst gar nicht, wie wir es immer wieder schaffen, solche Geschichten zu schreiben. Das Final Four ist etwas ganz besonderes im deutschen Golfsport und ganz gewiss auch für uns. Wir sind überglücklich.“

Überschwängliche Freude bei den Herren des GC Hubbelrath (Foto: DGV/Tiess)

 

 

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