Bitte Universum, hilf!

internetuschi-beerGlauben Sie an Hilfe von höheren Mächten, an den Golfgott oder das Universum? Nein, zu esoterisch und abstrakt – höre ich Sie schon murmeln. Na, dann lesen Sie bitte mal meine Geschichte. Nun war ich das letzte Oktoberwochenende in Terre Blanche, bei Grasse im Süden Frankreichs. Es ist das von Dietmar Hopp ab Anfang 2000 realisierte Golfresort. Traumhaft schön mit zwei anspruchsvollen Golfplätzen. Eine Reise wert, garantiert, zumal gerade gekürt als bestes Golfresort Europas.

Ich hatte das große Vergnügen, am Deutschland Finale der Porsche-Golfturnierserie teilzunehmen. Das wollte ich unbedingt erreichen, Terre Blanche erleben. Ergo, was man sich wirklich wünscht, wird man erreichen. Neumoderne Coachingsprache: sich ein Ziel setzen, fest daran glauben, dann erreicht man es auch. Das kennen Sie, oder?

Nun, es gibt eine höhere Stufe, die nenne ich Universum. Dort nun zu gewinnen und ins Porsche-Deutschlandteam zu kommen, das hatte ich noch nicht so klar definiert. So spielte ich auch die erste von zwei Turnierrunden. Ohne Glauben an das, was möglich ist, etwas wirr, und gehadert habe ich auch. Lange keine wichtigen Turniere spielen ist dann eine Herausforderung an die mentale Einstellung, definitiv ein Ritt zwischen verwirrenden Technikgedanken und das Unterbewusstsein machen lassen.

Nun denn, Runde vorbei, zwei Brutto-Punkte Rückstand in der Damenwertung. Es gab zwei direkte Konkurrentinnen, eine spielte mit mir im zweiten Leaderflight am nächsten Tag. Es gab noch eine vierte gute Spielerin, Sabine, sie konnte körperlich nur diese erste Runde durchhalten. Unglaublich, sie fuhr mit ihrem Mann in ihrem ersten nagelneuen Porsche nach Terre Blanche, und sie hatten einen ernsten Unfall auf der Strecke mit mehrfachem Überschlagen und Landung auf dem Dach. Wäre es nicht ein so stabiles Porsche-Chassis gewesen, Beide hätten tot sein können.

Sabine und ich sprachen nach der Runde. Sie wünschte sich, das ich gewinnen soll. Ich wäre die passende Spielerin für das Weltfinale, vom sportlichen Background etc. Ich versprach alles zu geben und nun hatte ich eine Mission, ich spielte für Sabine.

Runde 2, meine Gegnerin war zäh und gut. Wir lagen immer wieder gleich bis Loch 11. Dann war es soweit, ich bat das Universum um Hilfe und streckte die Hände leicht gen Himmel: bitte Universum hilf mir. Unglaubliches geschah dann. Ich machte gekonnte Schläge perfekt an den Stock, geht doch, du kannst es doch noch. An Loch 14 falsche Schlägerwahl, wieder Punkte verloren. Oh nein, habe ich gedacht, wie soll das weitergehen? An der „15“ trifft die Gegnerin den Baum auf dem Fairway, ihr Ball springt perfekt aufs Fairway, übles Dogleg. Ich ballere total rechts, keine Chance das Grün zu sehen. Es braucht einen flachen Quickslice.

Nun kam der Moment x, warum ich Golf liebe, dieses verrückte Spiel. Hopp oder topp, es war mir egal, ich begab mich in „Gottes Hand“. Ich vertraute meinen Händen und machte beherzt diesen irren Schlag mit Holz 3 um die Kurve an den Grünrand. Einfach genial, Ballesteros und Woods hätten es nicht besser machen können. Ich sage mal aus meiner Bewertung, das brach der Gegnerin das Genick. Hacker in den Bunker, noch ein Bunker usw usw….So setzte sich das fort, sie wurde instabil, und mit meiner Erfahrung blieb ich stabil und bissig genug.

Die andere Gegnerin im Leaderlight war im Score zusammengebrochen. Daran sieht man, wie wichtig zwei Turnierrunden sind. Nebenbei bemerkt: im Turnier geht es um Leben oder Tod, der andere oder ich, so tickt unser Reptiliengehirn. Basta, ganz einfach und nicht esoterisch!

Wow, ich hatte gewonnen, ein so tolles Gefühl, und meine Mission ist erfüllt worden. Nun geht es im Mai 2017 nach Mallorca zum Weltfinale, und nun „muss“ ich doch weiter spielen und üben. Na wenn es der Golfgott so wollte….

Sollten Sie noch ein Weihnachtsgeschenk suchen: James Redfield, Die Prophezeihungen von Celestine. Ein kleines Büchlein mit großer Wirkung! Sie werden die Zeichen vom Universum erkennen, garantiert.
Mit besten Wünschen für eine schöne Advents-und Weihnachtszeit
herzlichst Ihre Uschi Beer

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